Was ist fair?

Was bedeutet eigentlich „faire Schokolade“?

Dieser Frage gingen die 6. Klässler unseres Gymnasiums während des „Schokoladentags“ am 30./31. Januar auf den Grund. Wie schon im letzten Jahr wurden die Projekttage von der Eine-Welt-AG unter der Leitung von Bettina Bächlin organisiert und von den 21 Mitgliedern der AG durchgeführt. Alle drei 6. Klassen absolvierten sowohl den „Schokoladenparcours“ als auch das Planspiel, bei dem die Schüler/-innen selbst in die Rollen der Kakaobauern, -händler und Fabrikbesitzer von fair handelnden und nicht fair handelnden Fabriken schlüpften.
Im „Schokoladenparcours“ durften die Kinder selber Schokolade herstellen, Schokolade blind verkosten und versuchen herauszuschmecken, welche die fair gehandelte Schokolade ist und welche die herkömmliche. Außerdem wurden die Inhaltsstoffe verglichen und Grundsätze des fairen Handels kennengelernt.
Das Besondere für die Schüler/innen während des Planspiels: Einmal am eigenen Leib erfahren, wie es Kakaobauern geht, die nicht einer Kooperative angehören, welche ihre Ernte für einen Festpreis an eine fair handelnde Organisation verkauft, so dass die Bauern einigermaßen gut leben können.
Oder aber wenn man den ganzen Tag Kakaobohnen erntet, bzw. in unserem Fall Kakaobohnen ausschneidet und anmalt, und dafür so wenig Geld bekommt, dass man es gar nicht glauben kann und nur noch dem Kakaohändler hinterherschauen kann, der gerade die Existenz einiger Kakaobauern gefährdet. Aber Kakaohändler wollen natürlich Geld verdienen, und wenn in Deutschland gerne billige Schokolade gekauft wird, muss irgendjemand dran glauben.
Also – lieber etwas mehr Geld für faire Schokolade ausgeben, als zu unterstützen, dass Menschen für niedrigste Löhne den ganzen Tag arbeiten müssen.

Text: Leah Schlenk (9B), Eine-Welt-AG
Bilder: Leah Schlenk (9B)











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